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Berufsunfähigkeit: Warum junge Menschen vorsorgen sollten
Gerade in jungen Jahren ist die gesetzliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit gering. Wer aus gesundheitlichen Gründen plötzlich nicht mehr arbeiten kann, ist finanziell kaum versorgt. Private Vorsorge mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke schließen und verhindert im Ernstfall, auf magere staatliche Unterstützung angewiesen zu sein.
Der Verlust der Arbeitskraft kann schnell existenzbedrohend werden: Schon heute wird etwa jeder Vierte vor Erreichen des Rentenalters erwerbsunfähig. Häufige Ursachen sind Schäden an Wirbelsäule und Gelenken (35 %), psychische Erkrankungen (15 %), Herz-Kreislauf-Leiden (13 %) sowie Krebs (11 %). Neben körperlichen Risiken gewinnen gerade psychische Belastungen zunehmend an Bedeutung. Wichtig ist zudem die Unterscheidung zwischen Erwerbsminderung und Berufsunfähigkeit: Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente greift nur, wenn Betroffene gar nicht oder nur noch eingeschränkt irgendeiner Tätigkeit nachgehen können, unabhängig vom erlernten Beruf. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen bereits dann, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, und sichert damit gezielt das individuelle Einkommensniveau ab.
Empfehlenswert ist eine private Absicherung in Höhe von etwa 60 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens, um laufende Lebenshaltungskosten weiterhin decken zu können. Wer bereits in Ausbildung oder Studium vorsorgt, kann meist zumindest eine Einstiegssumme vereinbaren und den Schutz später ausbauen. Nach dem Berufseinstieg lässt sich die Absicherung in vielen Verträgen ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen — dank einer sogenannten Nachversicherungsgarantie, etwa bei Gehaltssprüngen oder Familiengründung. Ein früher Abschluss bringt zudem klare Vorteile: Die Beiträge sind günstiger, und Zuschläge oder Ausschlüsse wegen Vorerkrankungen kommen deutlich seltener vor.




